Auszug:
WESTERWALD
WESTERWÄLDER ZEITUNG NR. 301 - SILVERSTER 1989
Astrologen sind davon überzeugt:
Sterne weisen einem den Lebensweg
Bücher wälzen, nicht im Kaffeesatz lesen - Wassermann statt Fische
-pk- "Astrologie ist widersprüchlich." Dieser Satz kommt aus dem Mund eines
Hobby-Astrologen, der sich seit Jahren mit großer Begeisterung seinem auergewöhnlichen
Steckenpferd widmet. Jörg Nickel aus (...) sitzt zwischen Astrologie-Büchern, die
teilweise schon stark lädiert aussehen, und Aktenordnern, in denen er die von ihm
erstellten Horoskope abgelegt hat. "An Astrologie darf niemand glauben", betont
er. "Der Astrologe kann nur Schicksalsmöglichkeiten aufzeigen, auf Tendenzen
hinweisen. Mit Gewissheit Vorhersagen treffen, kann er niemals."
Zur Astrologie kam Jörg Nickel durch seinen Großvater. In dessen Nachlass fand Nickel sein persönliches Horoskop, und so kam er zufällig mit dem spannenden Hobby in Kontakt. In einem Kaufhaus fiel ihm ein Sachbuch in die Hände, und er war neugierig zu erfahren, was die Sterne über seine Person verraten würden. Bis heute hat er unzählige Prophezeiungen für Verwandte und Bekannte gemacht. Viele hat er verbrannt, denn nicht jedes Horoskop ist unbedingt erfreulich. "Es ist besser, manches für sich zu behalten", spricht er von Verantwortung gerade gegenüber jungen Menschen. Da an der Sterndeutung mehr als nur ein Fünkchen Wahrheit dran ist, dessen ist er sich sicher. Seine individuellen Aussagen wurden von den Betroffenen größtenteils bestätigt...
Für die Zukunft der Menschen ist Nickel optimistisch. "Wir befinden uns gerade in einem Übergang vom Zeitalter der Fische hin zur Epoche des Wassermanns. Der Wassermann wird vom Planeten Uranus beherrscht - und Uranus steht für Umwälzungen. Diese beziehen sich auf Traditionen und Gesellschaftsordnungen." Nickel sieht eine Bestätigung für seine Vorhersagen auch in den Veränderungen in Osteuropa. Aber auch der Niedergang der Monarchie deutet darauf hin, meint er. Ein solches Zeitalter dauert übrigens 2000 Jahre...