Jörg Nickel
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Nachfahrenliste Olricus Cella
1.Cella, Olricus de, Richter in Esslingen, * um 1200
Vermutlich I. Generation:
8 Febr. 1229. ULRICUS DE CELLA bekundet Rüdiger, Schultheiß von Eßlingen, daß Gebius von Köngen und dessen Brudersöhne, sämtlich Burger in Eßlingen, Weinberge und Äcker an das Kloster Salem vermacht haben. Als Zeugen werden in derUrkunde folgende ritterliche Ministarialien genannt: OLRICUS DE CELLA, Wernherus de Eberspach, Albertus de Ramesêre, judices civitatis (Original im General-Landesarciv zu Karlsruhe, Salem I und CXXIII abgedr. im wirt. Urkundenbuch III S. 248)
1229 Eßlingen. Es bekundet Rüdiger, Schulheiß von Eßlingen, daß Bürger Gottfried Weinberge an das Kloster Salem geschenkt habe. Wieder fungieren jene Standespersonen als Zeugen: Nec donatio ante annum facta est et nunc in Ezzilingen iterata presentibus. OLRICO DE CELLA, Wernhero de Eberspach, Alberto de Ramesêre, hii tres fuerunt judices civitatis (Original a.a.O. und CXXVI abgedruckt a.a.O. S. 249).
1230. Schenkung der Gisela von Eßlingen mit ihren 2 Töchtern Gisela und Guta an das Kloster Blaubeuren. Zeugen hiebei sind gewesen: Bertold auf dem Markte, ULRICH VON CELLE und Werner von Eberspach, alle drei Richter in Eßlingen (Sattler, Grafen von Wirtemberg IV Beilagen S. 270).
Fast gleichzeitig mit diesem ULRICUS DE CELLA erscheint urkundlich: HEINRICUS DE CELLE, Mai 1247, Ulm (Die Burgen CELLE lagen an der Heerstraße, die seit Alters her Ulm und Eßlingen verbindet). Heinrich von Neuffen überläßt Weinberge an ein Nonnenkloster in Ulm. Huius rei testes sunt: Heinricus de Phule..., HEINRICUS DE CELLE, Ulricus de Ussenveit et alii. (Original im Stuttgarter Staatsarchiv Bd. Söflingen, abgedruckt in Pressels Ulmer Urkundenbuch I 78).
1 Kind von Nr. 1
2.Cella, Heinricus de
1230 und 1247 genannt (lebte wohl zur gleichen Zeit wie Olricus [I. Geration], gehört demnach kaum zwischen Olricus und Albertus)
Kellerbuch S. 20:
Fast gleichzeitig mit diesem ULRICUS DE CELLA erscheint urkundlich: HEINRICUS DE CELLE, Mai 1247, Ulm (Die Burgen CELLE lagen an der Heerstraße, die seit Alters her Ulm und Eßlingen verbindet). Heinrich von Neuffen überläßt Weinberge an ein Nonnenkloster in Ulm. Huius rei testes sunt: Heinricus de Phule..., HEINRICUS DE CELLE, Ulricus de Ussenveit et alii. (Original im Stuttgarter Staatsarchiv Bd. Söflingen, abgedruckt in Pressels Ulmer Urkundenbuch I 78).
1 Kind von Nr. 2
3.Cella, Albertus de
1268 und 1271 genannt
Kellerbuch S. 20: Vermutlich II. Generation:
1268-1271 erscheint ALBERTUS DE CELLE urkundlich im Gefolge der Herzöge von Teck. (O.A.B. von Kirchheim), ebenso sein Bruder BRUNO DE CELLE. Graf Egino von Aichelberg hatte anno 1230 Agnes, die Tochter Herzog Conrads II. von Teck geheiratet, wodurch eine Verschiebung der Lehensgüter eingetreten war. Egino starb vor 1265 und hinterließ 2 Söhne Ulrich I. und Diepold. Seit jener Zeit erscheinen die Teck und Aichelberg so eng verbunden, daß die Ministerialität im Gefolge des einen oder anderen Hauses keinen wesentlichen Unterschied begründete, vielmehr abwechselungsweise vorkam. Bald treffen wir die RITTER VON CELL im Lehensverband der Aichelberge, bald im Dienste der Herzöge von Teck.
1 Kind von Nr. 3
4.Cella, Ulrich II de, Richter in Esslingen
A III. ULRICH II. DE CELLA, ist am häufigsten in den Urkunden genannt und von den Historikern (vergl. J. J. Keller, (Gesch. d. Stadt EßIingen S. 50, womit übereinstimmt Pfaff Gesch. von Eßlingen (B. 47 und Roth von Schreckenstein (1856) (S. 618), als Stammvater der Familie Keller in Eßlingen angesehen und bezeichnet worden. Er unterzeichnet in den Urkunden in verschiedenartigster Weise: ULRICUS DE CELLE, ULLINUS DICTUS CELLER, ULRICUS DICTUS ZELLER, ULIN GENANNT ZELLAR, ULIN GENANNT CELLER, UOLIN GENANNT ZELLER (Ulrich der Keller bei Pfaff a. a. 0.).
1268. UIRICUS DE CELLE (Zell bei EßIingen) in einem Einkommen-, und Güterverzeichnis des Speirer Capitels in Eßlingen. (Wirt. Urkundenbuch VI 381).
1270-1293. URICUS CELLER (Paff (S. 47) als Grundbesitzer in Sirnau (zwischen Eßlingen und Zell).
10. ApriI 1282. ULRICUS DICTUS ZELLER (Stuttg. Staatsarchiv B 59) als Zeuge genannt, Richter in Eßlingen.
8. Febr. 1283. Urkunde von Bebenhausen (Stuttg. Staatsarchiv B 59) ULRICH GENANNT ZELLER in einer Urkunde der Grafen v. Aichelberg.
10. Juni 1286. (Stuttg. Staatsarchiv B 5) UOLIN GEN. ZELLER als Zeuge.
23. März 1287. (Bad. (Generallandesarchiv (St. Blasien 315 b) ULINUS DICTUS ZELLAR ist Zeuge auf einer Eßlinger Schenkungsurkunde der Adelheida de Gundelfingen an das KIoster St. Blasien. Dieser zeugt hier gleichzeitig mit den Herren von Grüningen und den Herrn Hugo von Nallingen.
2. Febr. 1288. (Bebenhäuser Urkunde Stuttg. Staatsarchiv B 59) ULLINUS DICTUS CELLER.
3. April 1290. (Eßlinger Urkunde Stuttg. Staatsarchiv B. VI ULIN GENANNT CELLER.
8. Febr. 1291. (ebenda) ULIN GENANNT ZELLER. Dieser ULIN CELLER oder KELLER war Ratsherr und Richter in EßIingen und gehörte sicher zum dortigen ritterlichen Patriziat.
1 Kind von Nr. 4
5.Celler, Albrecht
urkundlich vertreten durch:ALBRECHT DEN CELLER genannt CELLER (KELLER) (s. J. J. Keller, Geschichte der Stadt Eßlingen S. 50 und Pfaff Gesch. v. Eßlingen S. 47).
1291-1294. Als ALBRECHT DEN KELLER nennt ihn noch Pfaff S. 47 dasSteuerregister von den Jahren 1291-1294.
13. Juli 1294. Freiheitsbrief des Klosters Adelberg wegen seiner Güterzu Schorndorf und Hart (Sattler Gesch. der Graven von Wirtemb. IIBeilagen S. 20: Orginal: Staatsarchiv). Als Bürgen für die Immunitätdieser Klostergüter erbieten sich dem Grafen von Württemberg folgende:der Wolf von dem Steine, der erbar Ritter ond onser Rat und unserSchreiber der genannt ist von Barkhusen, Conrad Ruprecht, Conheliep vonHalle, .Huc der Nallinger, Walther von Rinderbach, Ruprecht der Meemannund Heinrich sin Schwager, ALBRECHT DER CELLER, der Zunftmaister,Richter und Burger von Ezzelingen und andere biderbe Luite.
22. Sept. 1294. ABRECHT GEN. CELLER: Stuttg. StaatsarchivOriginalurkunde. Eßlingen B VI, er fungiert hier als scabinus,Schöffenrichter.
An ALBRECHT DEN CELLER (KELLER) schließen sich nun weitere 3 Edelknechtevon Cell an, die gleich ihren Vorfahren im Lehensverbande der Herren vonAichelberg und Teck standen. Es sind dies:
1295. CUNRADUS DE CELLE und BRUNO DE CELLE, zwei Brüder (O.A.B. vonKirchheim S. 295) und drittens im Dienste der „Grafen von Aichelberg"
ALBRECHT DE CELLE, auch ALBRECHT DER CELLER in Urkunden aus den Jahren1360,1363,1364. Die letzte Spur über die Cella's liegt in der Erwähnungder Ulinischen Kelter vor im Jahre: 1470 (Pfaff Eßlingen S. 176). Inwelcher Zeit dieser Ulin gelebt hat, läßt sich nicht mit Sicherheitsagen, nur als Terminus ante quem ist natürlich das Jahr 1470 resp. 71gegeben. Vielleicht war er der Zeitgenosse des letzten Grafen vonAichelberg, Ulrichs IV. In diese unsichere Periode fällt der KELLER v.STOCKAU, den das Ulmer Turnierbuch als adelig aufzählt. Stockau ist dieBezeichnung einer Lokalität in Zell bei Eßlingen (v. Lüning,Reichsarchiv IV (1) 631).
1 Kind von Nr. 5
6.Kelner, Heinrich, * um 1270
Bürger und Richter zu Stuttgart 1329 - Weingutsbesitzer in Uhlbach / Esslingen - urk. 1298-1329
1 Kind von Nr. 6
7.Kelner, Heintzlin, * um 1300
1350 und 7.11.1357 genannt - Bürger von Stuttgart
1 Kind von Nr. 7
8.Keller, Hainz, * um 1330, + Töffingen 23.08.1388
1 Kind von Nr. 8
9.Keller, Heins, * um 1370
1393 genannt
oo Agnes ?
1 Kind von Nr. 9
10.Keller, Johannes gen. der Rotensteiner, * Stuttgart um 1415
oo Stuttgart Agnes ?
1 Kind von Nr. 10
11.Keller, Georg, * Stuttgart um 1435, + Stuttgart nach 1480
des Gerichts - Bürgermeister Stuttgart ◦1459,1465, 1466, 1473, 1480
1 Kind von Nr. 11
12.Keller, Heinrich, * um 1465, + 1536
Vogt in Herrenberg ca. 1505, in Lauffen1515, Amtsverwalter in Dornstetten1520, wieder Vogt in Herrenberg1522-1528, dann in Hornberg mit Dornstetten und Rosenfeld; Vita nachRath: des Gerichts in Stuttgart 1505-1509, Keller in Herrenberg1517-1519, in Lauffen 1520, Untervogt in Dornstetten 1521, Vogt inHornberg 1523-1536, 1531 auch in Rosenfeld
oo um 1490 Anna Steck
2 Kinder von Nr. 12
13.Keller, Johannes, * vor 1500, + nach 1549
Küfer
Todt, AL Keller: Noch genannt 1556/57 (NWDB). Wird fälschlicherweise in der Ahnengeschichte Hölderlins, 1989, mit dem gleichnamigen und gleichzeitgen Kastkeller identifiziert. Seine Verwandtschaft mit den anderen Stuttgarter Keller ist ungeklärt. Zu den höchst zweifelhaften Angaben im Kellerbuch vgl. Paul Eberhardt: Eßlingen // In: Aus Alt Eßlingen, 2. Aufl., S. 181, Abs. 2.
Keller 1922, Stuttgarter Linie AXII3
Kellerbuch S. 27:
1516 (oder 17) überbringt Johann Keller, Herzog Ulrichs Kastkeller, den von Hutten, die vom Herzog von ihm entlehnten 10 000 Gulden nebst Zinsen. (s. Sattler)
1541 Johann Keller, Vogtkeller zu Stuttgart, Helmzier mit Vogelrumpf. (s. Lottersche Siegelsammlung im Staatsarchiv.)
oo Christine ?
14.Keller, Gregorius I, * Stuttgart, + Stuttgart 01.10.1556
Bürgermeister. Ratsherr zu Stuttgrt - Wappen Markgröningen Adlerhälse
oo I. um 1515 Clara Müller
oo II. 03.08.1536 Christina Kienzer
1 Kind von Nr. 13
15.Keller, Urban, * Stuttgart 1526, + Göppingen 15.06.1585
Pfarrer zu Uhlbach, Boll, Schlat
oo vor 1556 Elisabeth ?, * um 1530
2 Kinder von Nr. 14
16.Keller, Christoph, * um 1537, + um 1584
1. Ehe mit Christina Kienzer
Keller zu Wahlheim - führte wie sein Bruder Gregor die drei Adlerköpfe im Wappen
oo Stuttgart 08.02.1564 Margarethe Rösch
Tochter des Hippolyt Rösch - Oberrat
17.Keller, Gregor II, * um 1545, + nach 1607
Vogt in Murrhardt, Kammerrat, Bebenhäuser Pfleger in Stuttgart
(vh. II: ... Kumpler)
oo Stuttgart 10.04.1570 Margarete Rohr, * Esslingen um 1545, + Stuttgart 14.06.1587
Apothekerstochter aus Esslingen; ihre Mutter Anna von Erolzheim stammt von den Thumb von Neuburg ab, zu deren Vorfahren die deutschen Könige und Kaiser bis zu Karl dem Großen gehören.
1 Kind von Nr. 15
18.Keller, Cornelius I, * Uhlbach / Stuttgart um 1556, + Hornberg um 1618
Vogt
oo Herrenberg 11.04.1581 Maria Beg, * Herrenberg um 1561, + Herrenberg 12.03.1634
1 Kind von Nr. 16
19.Keller, Johann Hippolyt, * um 1560
Keller G. Stammliste Preußische Linie C XIV 2
oo Stuttgart 11.04.1592 Maria Engelhardt, + 1635
1 Kind von Nr. 17
20.Keller, Johann Christoph, * 1582, + 1628
Bürgermeister in Stuttgart 1623
oo Stuttgart 09.04.1610 Elisabeth Kalt
1 Kind von Nr. 18
21.Keller, Cornelius II, * Herrenberg 04.06.1587, + Herrenberg 27.08.1638
Forstmeister und Schultheiß in Haiterbach 1613, in Schiltach 1614, Vogt in Hornberg 1620-1623, Schultheiß, Gerichtsverwandter und geistlicher Verwalter in Ebingen 1627, Keller und Vogt in Herrenberg 1635-1638.
Er und seine Frau sind Vorfahren der Dichter Eduard Mörike und Ludwig Uhland
oo Göppingen 29.05.1610 Anna Maria Moser, * Göppingen 27.07.1593, + Tübingen 18.02.1647
1 Kind von Nr. 19
22.Keller, Johann Philipp, * 15.03.1594, + Stuttgart 01.10.1635
Herzoglich württembergischer Kanzleiverwalter, Rentkammerrat in Stuttgart
Keller S. 79

oo Stuttgart 18.05.1618 Beatrix Aulber, * 06.12.1598, + 1663
1 Kind von Nr. 20
23.Keller, Anna Elisabeth, * 24.08.1612, + vor 19.06.1660
oo Feuerbach 16.03.1641 Lorenz Herbort, * Feuerbach 16.02.1606, + nach 14.06.1690
Spitalpfleger und Gerichtsverwandter in Stuttgart, Sohn des Lorenz Herbort in Feuerbach
(vh. II Stuttgart 19. 10. 1678: Agnes Marie, verw. Johann Balthasar Moser, Vogt in Steinheim bei Heidenheim)
Faber 30 § 65
2 Kinder von Nr. 21
24.Keller, Maria Rosina, * Halterbach 16.01.1613, + nach 1672
oo 22.01.1631 Johann Jakob Krimmel, * Ebingen 09.12.1612, + um 1677
Klosterhofmeister in Offenhausen 1635, Gräflich Schick'scher Vogt in Tuttlingen1648, Herzoglich Württembergischer Vogt in Rosenfeld 1651, Vogt und Keller in Balingen 1654-1672

25.Keller, Maria Magdalena, * Schittach 12.09.1619, + Böblingen 06.03.1683
oo Tübingen 25.10.1642 Johann Caspar Sutor (Schuhmacher), * Langenau / Ulm 29.11.1617, + Altdorf / Böblingen 19.06.1667
Mag. 14.08.1639, Pfarrer in Buchenberg, Tennenbronn und Weiler 1642, Öschingen 1644, Altdorf bei Böblingen 1649-1667; ändert seinen Namen in Sutor.

1 Kind von Nr. 22
26.Keller, Johann Heinrich, * 25.01.1622, + Vaihingen 25.03.1693
Amtmann in Gochsheim 1665, Vogt in Lauffen 1668, reißiger Schultheiß und Amtmann in Horrheim 1678.
(vh. II 1688: Anna Beck verw. Johann Bernhard Knörzer, Pastor in Schwabbach)
oo Anna Margarete Kallhardt
Tochter des Pfarrers Johann Kallhardt aus Bottenbronn

1 Kind von Nr. 23
27.Herbort, Johanna Margarete
Faber 30 § 98
oo Johann Martin Kornbeck, * Calw 1656, + 1708
Pfarrer in Haberschlacht 1684, in Meimsheim 1690, in Neckarweihingen 1692-1708
1 Kind von Nr. 24
28.Krimmel, Anna, * 1648, + Leonberg 02.10.1731
oo Johann Friedrich Andler, * Leonberg 26.02.1640, + 1707
Keller in Weil 1662, Stifts- und Geistlicher Verwalter in Tübingen 1686, verleibdingt 1691, zog dann nach Leonberg.
(vh. I Merklingen 5. 5. 1663: Anna Katharina Heller, * 5. 7. 1644, +Weil 13. 10. 1666)
Andler S. 74
2 Kinder von Nr. 25
29.Sutor, Johann Friedrich, * Altdorf / Böblingen 28.10.1655, + Esslingen 14.12.1721
Rektor an der Lateinschule in Esslingen

oo Esslingen 06.03.1688 Rosine Kathrine Pichler, * Biberach 01.10.1666, + Esslingen 04.12.1715
30.Sutor, Maria Magdalene, + 1720
oo Johann Caspar Freyberger, * Herrenberg 22.09.1639, + Balingen 1701
Mag. 2. 3. 1659, Pfarrer in Göttelfingen 1660, Breitenholz 1663, Eltingen 1671, Spezial in Neuffen 1687, Balingen 1688-1701.
2 Kinder von Nr. 26
31.Keller, Friedrich Heinrich von, * 01.02.1653, + Stuttgart 17.06.1738
Herzoglich Württemb. Oberstlieutenant
Leutnant 1681, Hauptmann 1686, Obristwachtmeister und Kommandant auf dem Hohenasperg 1689, in Schorndorf 1690, Obristleutnant und Kommandant auf Hohentübingen 1694; Kriegsrat; Oberamtmann in Merklingen 1709-1732.
(vh. I 1678: Maria Magdalena Freiin von Gemmingen, + 17. 1. 1689, Tochter des Johann Rudolf Freiherr von Gemmingen, Forstmeister in Schiltach,+ 17. 6. 1689)
ZB § 397; Keller S. 80-82
oo 15.10.1689 Maria Magdalena Zeller, * Waiblingen 13.10.1666, + Merklingen 21.12.1720
32.Keller, Johann David von, Herzoglich Württembergischer Hofrath
1 Kind von Nr. 28
33.Andler, Anna Hermingardt Henrica, * Weil der Stadt 07.09.1670, + Leonberg 02.10.1731
oo Johann David Dr. med Mauchart, * 28.09.1669, + Marbach am Neckar 30.01.1726
Dr. med., Stadt- und Amtsphysicus in Marbach
St. 151; Z 1 § 304,1 Faber 45 § 18; Andler S. 74; NWDB § 2586
2 Kinder von Nr. 29
34.Sutor, Johann Wolfgang, * Esslingen 04.01.1690, + Lauffen / Neckar 05.03.1763
Stud. Tübingen 1708, Mag. 12. 8. 1711; Pfarrer in Hattenhofen 1721, Köngen am Neckar 1729; Dekan Güglingen bei Brackenheim 1741, Dekan Lauffen am Neckar 1747.
Cramer Gen. 29, 789; Faber 26 IVA § 117
oo Walddorf / Tübingen 03.11.1722 Johanne Judith Bardili, * Pfullingen 14.02.1702, + Adelshofen 03.11.1771
35.Sutor, Rosine Katharine, * 1697, + 1750
oo Carl Albrecht Hauff, * Maulbronn 31.05.1688, + Stuttgart 19.02.1744
Mag. 1708; Diakon in Blaubeuren 1717, Pfarrer in Waldenbuch 1735, in Kornwestrheim 1740-1770
1 Kind von Nr. 30
36.Freyberger, Maria Magdalena, * 1664, + Urach 04.01.1733
oo Eltingen / Leonberg 16.05.1682 Johann Wolfgang Ziegler, * Asch / Blaubeuren 25.10.1652, + Unterlenningen 10.04.1719
Mag. 13. 8. 1675, Vikar in Asch 1678, Pfarrer in Ennabeuren 1682, Grabenstetten 1693, Zainingen 1708, Unterlenningen 1713-1719.
3 Kinder von Nr. 31
37.Keller, Christoph Dietrich Freiherr von, Staatsminister, * Tübingen 25.11.1699, + Stedten / Erfurt 21.04.1766
war ein Politiker und Diplomat in Diensten der Herzöge von Württemberg, des Herzogs von Sachsen-Gotha-Altenburg und des Königs von Preußen.
Er stammte aus der angesehenen schwäbischen Familie Keller, aus der bereits im Mittelalter einige Mitglieder sich als fähige Verwaltungsbeamte hervorgetan hatten. Als siebtes Kind des herzoglichen Kriegsrates Friedrich Heinrich Keller wuchs er in Tübingen auf und hatte 16 Geschwister. Nach Schulbesuch und Jurastudium am Tübinger Stift kam er in den diplomatischen Dienst des Herzogtums Württemberg. Dort wurde er Geheimer Sekretär, Regierungsrat und Geheimer Rat des Herzogs Karl Eugen.
1735 erwarb er von der Familie Bechtolsheim Gut Stedten bei Erfurt und ließ hier anstelle einer älteren Wasserburg ab 1737 ein barockes Schloss errichten.
Am 14. September 1737 bekam er in Wien, als herzoglich württembergischer Geheimer Rat, durch Kaiser Karl VI. den Rittermäßigen Reichsadelsstand zuerkannt. Diese Standeserhöhung ging mit einer Wappenmehrung einher. Doch schon am 30. September 1738 erging eine weitere Erhöhung, als der Kaiser ihm und auch seinem Bruder, dem herzoglich württembergischen Geheimen Hofrat Johann David Keller, den Alten Reichsadelsstand verlieh. Auch dieser Akt war mit einer Wappenmehrung verbunden (zweiter Helm). Gleichzeitig wurde er zum Kaiserlichen Reichshofrat ernannt. Seitdem nannte er sich Freiherr von Keller.
1747 war er herzoglich württembergischer Gesandter in Paris. Allerdings fiel er dort wegen seiner Verhandlungen über die Grafschaft Mömpelgard beim Herzog in Ungnade.
1750 heiratete er Auguste Louise Eleonore Freiin von Mauchenheim, genannt von Bechtolsheim. Die Familie zog endgültig auf seinen Besitz Stedten, auf dessen Einnahmen er angewiesen war. Das Paar bekam zehn Kinder. 1751 wechselte er in den Dienst des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg und wurde dort Hofmarschall und Staatsminister.
Auch Friedrich der Große hatte ihn geschätzt und verschiedentlich als Diplomat eingesetzt.
1766 starb als er Erb-, Lehns- und Gerichtsherr in Stedten. Den Besitz erbte sein Sohn, Dorotheus Ludwig Christoph Graf von Keller.
(Wikipedia)
oo Gotha 1750 Louise Eleonore Freiin von Mauchenheim, * 13.08.1732, + Stedten / Erfurt 16.12.1781
38.Keller, Eberhardine Louisa von, * Tübingen 29.04.1705, + Köngen 14.08.1749
oo 27.11.1731 Johann Reinhard Roser, * Straßburg 18.02.1704, + Köngen 12.10.1774
Universitätspfleger in Weilimdorf 1731, Vogt in Köngen 1733-1774
(vh. I Merklingen 17. 11. 1731 : Eberhardine Luise Keller, + 14. 8. 1749; vh. II Biederweyher 31. 10. 1750: Katharina Barbara Erhard, + 13. 8. 1751)
ZB § 397.11; Keller S. 83; Faber 65 M § 11

39.Keller, Maria Elisabeth Juliane, * Merklingen 30.03.1711, + Bebenhausen 06.04.1748
oo Stuttgart 14.02.1735 Jakob David Essich, * Tübingen 26.08.1699, + Bebenhausen 26.12.1746
Mag. 1722, Repetent 1729, Zweiter Klosterpräzeptor und Prediger in Bebenhasuen 1735, , Erster 1748-1748
ZB § 397.13; Faber 65 P § 12
1 Kind von Nr. 33
40.Mauchart, Burkhard David, * Marbach am Neckar 19.04.1696, + Tübingen 21.04.1751
oo Anna Maria Zeller, * Tübingen 16.07.1699, + Tübingen 25.08.1773
1 Kind von Nr. 34
41.Sutor, Johanna Rosine, * Hattenhofen 30.12.1725, + Nürtingen 14.02.1802
oo Güglingen 28.04.1744 Johann Andreas Heyn, * Friemar / Gotha 25.09.1712, + Cleebronn 25.09.1772
1734 Pfarrer in Neudietendorf bei Erfurt, 1743 in Frauenzimmern, 1753-1772 in Cleebronn

1 Kind von Nr. 35
42.Hauff, Johann Albrecht, * Blaubeuren 12.02.1722, + Stuttgart 25.03.1788
Pfarrer in Botnach 1750, in Bonlanden 1758
1 Kind von Nr. 36
43.Ziegler, Johann David, * Ennabeuren / Münsigen 14.04.1692, + Leidringen 18.11.1754
Mag. 29. 8. 1714, Pfarrer in Sontheim bei Münsingen 1728, Leidringen 1740-1754.
(vh. II Degerloch 4. 10. 1746: Christine Margarete Keppelmann)
oo Donnstetten 02.02.1728 Maria Regina Glück, * 11.08.1696, + Leidringen 1746
1 Kind von Nr. 38
44.Roser, Marie Friederike, * Köngen 26.08.1735, + Backnang 29.12.1804
oo Köngen 17.08.1762 Heinrich August Georgii, Spezialsuperintendent u. Stadtpfarrer zu Tübingen, * Ravensburg 22.06.1732, + Backnang 31.07.1797
1 Kind von Nr. 39
45.Essich, Johann Friedrich, * Bebenhausen 27.07.1740, + 22.10.1788
Diaconus in Cannstatt 1773, Dekan in Dürrmenz 1783
Faber 44 § 5
oo Hedwig Dorothee Hoffmann, * Tübingen 06.02.1744, + 26.04.1809
2 Kinder von Nr. 40
46.Mauchart, Heinrika Dorothea, * Stuttgart 24.01.1726, + Ludwigsburg 02.03.1773
oo Tübingen 02.05.1752 Christian Eberhard Georgii, Generalmajor und Stadtkommandant, * Stuttgart 17.11.1724, + Stuttgart 15.10.1796
Krieg gegen Preußen, Generalmajor in Ludwigsburg 1772, Kommandant inStuttgart 1775-1796
Chevalier, Herzoglich Württembergischer General, Commenthur** etc.
Derselbe trat 11. Dec. 1741 als Fähnrich bei dem Württembergischen
Kürassier-Regiment »Herzogin Maria Augusta von Württemberg«
ein und gieng mit dem Regiment, als dasselbe 1741 zu einem
Dragoner-Regiment umgewandelt wurde und im Mai 1742 in König-
lich preussische Dienste kam, in solche über. 1750 kam von Georgii
aus preussischen Diensten zurück und avancirte 1750 zum Haupt-
mann, hierauf zum Major im Februar 1757, zum Oberstlieutenant
im April 1757, erhielt als solcher in dem Feldzug 1757 das Com-
mando des dritten Grenadier-Bataillons, wurde in der unglücklichen
Schlacht bei Leuthen von den Preussen gefangen und kam 1759
aus preussischer Gefangenschaft (Magdeburg) wieder zurück. 1759
im Februar wurde er zum Oberst ernannt unter gleichzeitiger Ver-
setzung zum Dragoner-Regiment von Degenfeld, dann Regiments-
Commandant bis 1765, wo das Regiment in die Reduction fiel.

Wie so viele Officiere wurde er als reducirter geführt bis 11.
April 1770, von welcher Zeit an er zum Regiment Grenadiers ä Cheval
ä la suite kam. 1771 erhielt er den Charakter als Geueralmajor,
wurde zugleich Regiments-Commandant, bis er 11. Februar 1772
wirklicher Generalmajor wurde; 1775 im November zum Stadt-
Commandanten von Stuttgart ernannt, starb er 15. October 1796.

»Er war ein dem Rechte wie dem Vaterland treu und fest er-
gebener Charakter.« —
47.Mauchart, David Dr. med., Professor in Tübingen, * Tübingen 30.12.1734, + 1767
oo Tübingen 05.10.1762 Hedwig Dorothee Hoffmann, * Tübingen 06.02.1744, + 26.04.1809
1 Kind von Nr. 41
48.Heyn, Johanna Christina, * Cleebronn 08.07.1748, + Nürtingen 17.02.1828
(vh. II. Cleebronn 22. 9. 1774: Johann Christoph Gock, * Nordheim bei Lauffen am Neckar 30. 10. 1748, † Nürtingen 8. 3. 1779)
oo Friedrich Heinrich Hölderlin, * Lauffen / Neckar 25.01.1736, + Lauffen / Neckar 05.07.1772
Lateinschule Lauffen, Gymnasium Stuttgart, stud. jur. 16. 11. 1754 Tübingen, 1760 am Hofgericht, ab 1762 Klosterhofmeister und Geistlicher Verwalter in Lauffen
1 Kind von Nr. 43
49.Ziegler, Christoph Friedrich, * Sontheim 05.04.1730, + Balingen 1779
Chirurg
oo Balingen 21.02.1757 Maria Martha Schulz, * Balingen 24.04.1724
4 Kinder von Nr. 44
50.Georgii, Eberhard Heinrich von, Königl. Württ. Oberstlt. u. Gen.-Auditor, später Obertribunaldir, * 02.09.1765, + 26.05.1841
oo 12.07.1787 Friederike Dorothee Henriette von Wider, * 26.12.1765
51.Georgii, Charlotte Friederike Heinrike, * 20.11.1772
Schwester von Johanna Christiana 30.12.1774
oo Backnang 30.05.1793 Imanuel David Mauchart, Dekan in Neussen, * Tübingen 02.06.1764, + Neuffen 06.02.1826
Mag. 1782, Diaconus in Nürtingen 1793, Spezialsuperintendent in Neuffen
(vh. II Backnang 6. 5. 1800: Johanna Christiana Georgii, * 30. 12. 1774, Schwester der ersten Ehefrau)
52.Georgii, Christiane Friederike, * 20.11.1772
53.Georgii, Johanna Christiana, * 30.12.1774
Schwester von Charlotte Friederike Heinrike geb. 20.11.1772
oo Backnang 06.05.1800 Imanuel David Mauchart, Dekan in Neussen, * Tübingen 02.06.1764, + Neuffen 06.02.1826
Mag. 1782, Diaconus in Nürtingen 1793, Spezialsuperintendent in Neuffen
(vh. II Backnang 6. 5. 1800: Johanna Christiana Georgii, * 30. 12. 1774, Schwester der ersten Ehefrau)
2 Kinder von Nr. 46
54.Georgii, Eberhard Friedrich Dr. von, Württ. Obertribunalpräsident, * Stuttgart 18.01.1757, + Stuttgart 13.04.1830
Professor für Kriegs- und Naturrecht an der Hohen Karlschule in Stuttgart, Kirchenkastenadvokat und Konsistorialrat in Stuttgart 1788, Landschaftskonsulent 1797, Abgeordneter zum Rastatter Kongress 1799, verweigerte im Jan. 1806 dem König den Diensteid, der unbedingte Untertänigkeit erforderte. Nach Auflösung des Reiches (6. 8. 1806) wieder in Diensten; Direktor des Oberjustizkollegiums 1817, Präsident des Obertribunals 1819-1830.
Im Jahr 1820 wurde er Ritter und von den damaligen Landständen zum Mitglied des Staats-Gerichtshofes erwählt. 1823 Komthur des Ordens der würtemb. Krone.
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Gern versammelte er Gäste um sich. In Georgiis Gartensaal, einem von Eduard Mörike einmal flüchtig skizzierten kleinen Gebäude innerhalb seines Gartens hinter dem Haus in der Büchsenstraße, hielt Schelling 1810private Vorlesungen. Bis 1828 - ein rundes Vierteljahrhundert lang - traf sich Sommer für Sommer an jedem Montag ein gutes Dutzend Honoratioren der Stadt, hohe Beamte, Ärzte, Juristen und Künstler zur wöchentlichen Kegelpartie in seinem Garten. Rapp gehörte ebenso wie Dannecker oder der geistvolle, nie um Reime verlegene Friedrich Haug zu dieser kleinen Gesellschaft. Von weiteren Mitgliedern sind Georg Reinbeck und Gotthart Müller sowie Staatsrat Schmidlin zu erwähnen, dann der Obermedizinalrat Karl Christoph Friedrich Jäger, Oberregierungsrat Karl Christian Heinrich Grüneisen, Professor Elben, Legationsrat Friedrich Harpprecht, Oberfinanzrat Stockmayer, Johann Gottlob von Baur, der Obertribunaldirektor Carl Immanuel Gottlob Pfizer und Johann August Ferdinand von Pistorius.
Die Diarien der Zusammenkünfte, die sich ziemlich vollständig erhalten haben, belegen sehr genau, mit welch beharrlicher Konstanz dieser Kreis, dessen Zusammensetzung sich nur wenig veränderte, aber eingeführten Gästen offen war, Jahrzehnte hindurch zusammenkam. Gorgii war es übrigens auch, der seinen früh verwaisten Neffen Eduard Mörike bei sich aufnahm und förderte.
Nicht zu Unrecht nannte man ihn den "letzten Würtemberger".
"O Fürstin der Heimath ! Glückliches Stutgard": Politik, Kultur und ... herausgegeben von Christoph Jamme, Otto Pöggeler
oo I. Beilstein 29.08.1782 Loise Friederike Mörike, * Ludwigsburg 24.02.1762, + Stuttgart 13.02.1811
oo II. Plieningen 07.04.1812 Charlotte Abel, * Ludwigsburg 22.06.1784, + Stuttgart 28.09.1871
55.Georgii, Eberhardine Dorothea, * 13.02.1766
oo Stuttgart 05.02.1790 Gottlieb Heinrich Rieger, Dekan in Stuttgart, * 06.10.1755, + 19.10.1814
2 Kinder von Nr. 47
56.Mauchart, Imanuel David, Dekan in Neussen, * Tübingen 02.06.1764, + Neuffen 06.02.1826
Mag. 1782, Diaconus in Nürtingen 1793, Spezialsuperintendent in Neuffen
(vh. II Backnang 6. 5. 1800: Johanna Christiana Georgii, * 30. 12. 1774, Schwester der ersten Ehefrau)
oo I. Backnang 30.05.1793 Charlotte Friederike Heinrike Georgii, * 20.11.1772
Schwester von Johanna Christiana 30.12.1774
oo II. Backnang 06.05.1800 Johanna Christiana Georgii, * 30.12.1774
Schwester von Charlotte Friederike Heinrike geb. 20.11.1772
57.Mauchart, Friedrich Wilhelm Daniel, Capitän-Lieutenant, * 28.05.1766, + Samareng / Ostindien 1797
1 Kind von Nr. 48
58.Hölderlin, Johann Christian Friedrich, Dichter, * Lauffen / Neckar 20.06.1770, + Tübingen 07.06.1843
Theologe und Dichter
Johann Christian Friedrich Hölderlin (* 20. März 1770 in Lauffen am Neckar, Herzogtum Württemberg; † 7. Juni 1843 in Tübingen, Königreich Württemberg) zählt zu den bedeutendsten deutschen Lyrikern. Sein Werk nimmt in der deutschen Literatur um 1800 eine selbstständige Stellung neben Weimarer Klassik und Romantik ein.
Er war das erste Kind seiner Eltern. Eine Schwester wurde im Jahr 1771 geboren und verstarb bereits wenige Monate später. Sechs Wochen nach dem Tod des Vaters kam postum Maria Eleonora Heinrica zur Welt, die „liebe Rike“ in Hölderlins Briefen. Im Alter von zwei Jahren verlor er seinen Vater. Hölderlins Mutter[2][3] heiratete 1774 Johann Christoph Gok (1748–1779), Weinhändler und später auch Bürgermeister in Nürtingen.
Umzug von Lauffen nach Nürtingen 1774, Klosterschule Denkendorf und Maulbronn, Tübinger Stift 1788, Magister 1790, Konsistorialexamen 1793.
Hofmeisterstelle bei Charlotte v. Kalb in Waltershausen 1793, in Jena Jan. 1795, in Nürtingen Juni 1795, Hofmeisterstelle bei Familie Gontard in Fankfurt am Main 1795, in Homburg v. d. H. 1798, in Stuttgart bei Christian Landauer 1800, Hofmeisterstelle bei Familie v. Gonzenbach in Hauptwil (Schweiz) 1801, Reise nach Bordeaux zur vierten Hofmeisterstelle bei Konsul Dan. Christoph Meyer 1801, Rückreise über Paris nach Stuttgart und Nürtingen Mai 1802, nach Homburg v. d. H. als Bibliothekar des Landgrafen von Hessen Juni 1804.
1806 ins Autenriethsche Klinikum in Tübingen gebracht, 1807 zu Schreinermeister Ernst Zimmer in Pflege gegeben, lebte dort bis zu seinem Tode.

Als Student war Hölderlin ein Bewunderer der Französischen Revolution von 1789. Die oft kolportierte Anekdote, er habe in seiner Jugend am Tübinger Seminar zusammen mit Hegel, Schelling und anderen Mitgliedern eines „republikanischen Vereins“ einen „Baum der Freiheit“ errichtet, ist eine hartnäckige Legende, die 1965 von Dieter Henrich widerlegt wurde. Jedoch hatte Hölderlin schon früh Napoleon zum Gegenstand seiner Gedichte gemacht, dessen antirepublikanische Politik ihn allerdings später enttäuschte.

Hölderlin begann als Nachfolger Schillers und des schwäbischen Klassizismus. Seine frühen Gedichte sind meist gereimte Hymnen an abstrakte Gegenstände (An die Schönheit). Später ging er zu den antiken Formen der Ode und der Elegie über. Besonders die Oden sind durch die vollkommene Beherrschung der schwierigen metrischen Form geprägt. Die großen Gedichte seiner reifen Phase sind meist ausgedehnt und sind teils Elegien (Brod und Wein), teils Hymnen in freien Rhythmen wie Patmos und Andenken. Vereinzelt finden sich daneben auch andere Formen wie der Hexameter-Hymnos Der Archipelagus. Daneben pflegte er auch kürzere Formen in Epigrammen und in kurzen Gedichten (berühmt ist Hälfte des Lebens). Aus den Jahren im Tübinger Turm sind viele gereimte Gedichte überliefert, die lange Zeit nicht als echter Bestandteil seines Werkes betrachtet worden sind, sondern im Schatten der Wahrnehmung Hölderlins als kranker Dichter verschwanden. Die neuere Forschung tendiert jedoch dazu, diese Gedichte als lyrische Äußerungen ernst zu nehmen. Als Basis hierfür dienen auffällige Korrespondenzen zwischen den Gedichten, die sowohl inhaltliche und thematische als auch metrische und strukturelle Merkmale gemein haben. Dem folgend können diese Werke durchaus als Schlussstein von Hölderlins poetischem Gedankengebäude gelesen werden. [15]
Hölderlins Verständnis der altgriechischen Kultur, wie es sich in seinen Briefen an Casimir Ulrich Boehlendorff und in seinen Anmerkungen zu den späten Übersetzungen des Sophokles äußert, unterscheidet sich von dem idealistischen Griechenlandbild vieler seiner Zeitgenossen. Wie Heinrich von Kleist hat Hölderlin Züge der griechischen Kultur, die dem Geschmack der Zeit um 1800 nicht entsprachen, nicht klassizistisch geglättet. Bereits in seinem frühen Briefroman Hyperion stellte Hölderlin seine Vorstellung vom tragischen Schicksal dar, die sich aus seiner Wahrnehmung der griechischen Kultur gebildet hatte.

1 Kind von Nr. 49
59.Ziegler, Marie Regine, * Balingen 10.10.1764, + Rutesheim 01.02.1838
oo Balingen 03.05.1785 Philipp Heinrich Werner, * Balingen 06.03.1760, + Tübingen 01.10.1822
Famulus im Kollegium in Esslingen; Provisor an der Knabenschule in Balingen 1784, Kollaborator 1792; Präzeptor 2. Klasse der Anatolischen Schule in Tübingen 1800.
Werner I,71
1 Kind von Nr. 50
60.Georgii, Eberhard Heinrich von, Württembergischer Bergrat, * Calw 1788, + Stuttgart 1852
oo Wilhelmine Doertenbach
1 Kind von Nr. 51
61.Mauchart, Charlotte Friederike Dorothee, * Neuffen 17.04.1794, + 1823
oo 01.05.1815 Samuel Benjamin von Härlin, * 15.01.1786, + 10.05.1865
Dr. med., Obermedizinalrat in Ulm
(vh. II 18. 1. 1825: Friederike Auguste Charlotte Schnurrer, * 12. 12. 1802)
Faber 3 § 897 b)
1 Kind von Nr. 59
62.Werner, Philipp Heinrich, * Balingen 22.02.1791, + Schwalkheim 11.01.1843
Stud. Tübingen; Dr.phil.; Pfarrer Bickelsberg bei Balingen 1819, Schnait bei Waiblingen 1829, Schwaikheim bei Winnenden 1834.
Verfasser von: "Die Schutzgeister oder merkwürdige Blicke zweier Seherinnen in die Geisterwelt", Stuttgart/Tübingen 1839
Lit.: Faber 1 S. 91; Werner I, 75
oo I. 15.12.1818 Johanne Jakobine Holland, * Denkendorf 01.03.1793, + Bickelsberg 08.05.1825
oo II. Stuttgart 14.09.1826 Christiane Wilhelmine Eleonore Abel, * Tübingen 18.10.1794, + 08.08.1873
4 Kinder von Nr. 60
63.Georgii, Paul Georg Eberhard, Oberamtsrichter zu Rottweil, * 15.08.1812, + Stuttgart 1889
Ritter des Friedensordens
oo Anna Lipp
64.Georgii, Eduard Wilhelm Eberhard, * Stuttgart 1818, + Stuttgart 1866
65.Georgii-Georgenau, Emil Wilhelm von, Bankier und Philanthroph, * Calw (Württemberg) 01.12.1820, + Stuttgart. 23.12.1894
Beiname 1871
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Genealogie
V Eberh. Heinr. G. (1788-1852), auf Dicke u. Waldeck, württ. Bergrat,S d. ?Eberh. Heinr. (1765–1841), württ. Oberstlt. u. Gen.-Auditor, später Obertribunaldir., u. d. Henriette v.Wider v.d. Au; M Wilhelmine (1793–1875), T d. Kaufm. ?Gg. Christoph Mose Doertenbach (1753–1819) u. d. Eva Maria Vischer; Urur-Gvv ?Eberh. Aug. (1700–42), Syndikus d. ReichsstadtRavensburg u. Konsulent d. Ritterkantons am Neckar u. Schwarzwald; Urur-Groß-Ov Joh. Eberh. (s. 1); Ur-Gvv Heinr. Aug. (1732–97),Spezialsup. u. Stadtpfarrer in Tübingen; ? Stuttgart1847 Sophie Emilie (1826–92), T d. württ. Finanzmin. Karl v. Gärttner († 1861, s. NDB VI); 2 S, u. a. Eberhard (1848–1927), griech. Gen.-Konsul, Genealoge.
Leben
Georgii-Georgenau, der in Calw die Schule besuchte und in Karlsruhe seine kaufmännische Ausbildung erhielt, gründete zusammen mit seinem Vater und den Verwandten Georg Doertenbach, Vater und Sohn, 1845 in Stuttgart das Bankgeschäft Doertenbach & Cie in der Nachfolge der gleichnamigen Bergwerksgesellschaft in Calw. Durch seine weitreichenden Auslandsverbindungen und die engen Beziehungen zur aufstrebenden württembergischen Industrie blühte das Bankhaus rasch auf. Georgii-Georgenau erwarb sich dabei große Verdienste um Förderung und Ausbau der heimischen Industrie; lange Jahre war er Aufsichtsratsvorsitzender der Maschinenfabrik Eßlingen und der dortigen Baumwollspinnerei. Er wurde einer der führenden Finanzmänner Stuttgarts. - Daneben galt sein Bemühen der Hebung der Volksbildung. 1868 stiftete er in seiner Vaterstadt Calw das 1871 eingeweihte „Georgenäum“, ein großes Gebäude mit öffentlicher Bibliothek, Arbeitsräumen und gewerblicher Fortbildungs- und Frauenarbeitsschule. 1870/72 rief er die „von Georgii-Georgenau-Stiftung“ bei der deutschen Regierung zu Straßburg ins Leben, um bei derelsässischen Jugend „die Kenntnis der deutschen Geschichte und Sprache und die Pflege deutscher Eigenart“ zu fördern. Als Patriot nahm er an den Ereignissen des politischen und wirtschaftlichen Lebens lebhaften Anteil, ohne sich jedoch parteipolitisch zu betätigen. Zur Hebung des nationalen Gefühls veröffentlichte er historisch interessante Dokumente und Biographien berühmter Württemberger. - Besonders angelegen ließ er sich die Verwaltung seines Hofguts „Georgenau“ bei Calw sein, das er zu einem Mustergut ausbaute. In dessen Nähe stiftete er den „Waldensergarten“ zur Erinnerung an die hier zuerst angesiedelten Glaubensvertriebenen. – Bis 1892 war Georgii-Georgenau niederländischer Generalkonsul in Stuttgart, wo er sich wegen seiner Hilfsbereitschaft und Freigebigkeit großer Beliebtheit und hohen Ansehens erfreute.
Empfohlene Zitierweise
Uhland, Robert, „Georgii, Emil Wilhelm von Georgii-Georgenau“, in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 246 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd13642922X.html
oo Stuttgart 1847 Sophie Emilie von Gärttner, * 1826, + 1892
66.Georgii, Willhelm Hermann, Bankier, * Stuttgart 1824, + Stuttgart 1900
oo 29.09.1855 Ottilie Caroline Kuhn
1 Kind von Nr. 62
67.Werner, Ottilie Rosalie Marie, * Bickelsberg 15.07.1827, + Stuttgart 08.03.1919
oo Theodor Hermann Mörike, * Stuttgart 28.07.1825, + Schorndorf 29.11.1863
Stud. ing. Polytechnikum Stuttgart 1846-1848, Ingenieur in Frankreich 1849, Lorch 1851, Donzdorf, Gutenberg, Göppingen 1853-1855, Vaihingen (Enz) und Kirchheim (Teck) 1855, Winnenden 1857; Bauinspektor in Schorndorf 1859.
1 Kind von Nr. 63
68.Georgii, Marie, * 29.11.1857
2 Kinder von Nr. 65
69.Georgii-Georgenau, Eberhard Hermann von, Griechischer General-Konsul zu Stuttgart und Genealoge, * Georgenau 1848, + Genf 1927
70.Georgii-Georgenau, Eugen Eberhard von, * Hamburg 1856, + Hamburg 1919
1 Kind von Nr. 66
71.Georgii, Alfred, * Stuttgart 1864, + Stuttgart 1940
1 Kind von Nr. 69
72.Georgii-Georgenau, Eberhard Heinrich Friedrich von, * Calw 1872


Erstellt mit dem Programm AHNENBLATT (www.ahnenblatt.de).